Campingpreise Europa 2026: wie viel teurer ist Camping dieses Jahr?

Camping in Europa ist 2026 im Schnitt rund 3,5 bis 7 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Laut ACSI zahlt eine Familie in der Hochsaison durchschnittlich rund 38,60 Euro pro Nacht. Kroatien bleibt mit Abstand das teuerste Land (über 78 Euro in der Hochsaison), Norwegen verzeichnete seit 2020 den stärksten Anstieg (fast verdoppelt), während die Niederlande mit etwa 39 Euro relativ bezahlbar bleiben.
Wer diesen Sommer das Zelt oder den Wohnwagen packt, merkt es sofort an der Schranke: Camping in Europa wird erneut teurer. Trotzdem ist das Bild differenzierter, als die Schlagzeilen vermuten lassen. Der durchschnittliche Anstieg bleibt bei ein paar Prozent, einige Länder preisen sich deutlich aus dem Markt und andere bleiben überraschend bezahlbar. Wir stellen die Zahlen von ACSI und NKC zusammen, erklären, warum die Preise steigen, und zeigen, wo du 2026 noch günstig stehst.
Die Zahlen: so viel kostet Camping 2026
Der europäische Durchschnitt für eine Campingnacht in der Hochsaison liegt 2026 bei rund 38,60 Euro. Dieser Betrag gilt für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern mit Wohnwagen oder Wohnmobil, inklusive Strom, Kurtaxe und eventueller Umweltabgabe. Diese Berechnung stammt aus der jährlichen Untersuchung von ACSI, die fast 10.000 Campingplätze in über 30 Ländern inspiziert.
Auf breiter Front stiegen die Campingtarife dieses Jahr im Schnitt um rund 3,5 bis 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das klingt kräftig, bleibt aber in der Nähe der allgemeinen Inflation und ist deutlich milder als die Preisschocks von 2022 und 2023. Die großen Unterschiede stecken nicht im Durchschnitt, sondern zwischen den Ländern: zwischen dem teuersten und dem günstigsten Campingland liegt schnell ein Faktor fünf.
Warum die Preise weiter steigen
Der Preisanstieg hat mehrere Ursachen, die zusammenkommen. Die Nachwehen der hohen Inflation von 2022 und 2023 wirken noch bei Personal-, Energie- und Instandhaltungskosten nach. Campingplätze investieren zudem kräftig in Komfort und Ausstattung: Schwimmbäder, schnelles WLAN, hochwertige Sanitäranlagen und luxuriöse Unterkünfte treiben den durchschnittlichen Nachtpreis nach oben.
Hinzu kommt eine wachsende Nachfrage nach Nachhaltigkeit. Vor allem in Ländern wie Norwegen fließt viel Geld in Ökotourismus und Nachhaltigkeit, und diese Investitionen werden teilweise an den Gast weitergegeben. Schließlich spielt die Beliebtheit mit: begehrte Küstenregionen am Mittelmeer können höhere Tarife verlangen, weil die Plätze ohnehin voll werden. Fünf-Sterne-Campingplätze in diesen Regionen überschreiten für eine Familie in der Hochsaison regelmäßig die 90 Euro pro Nacht.
Kroatien bleibt am teuersten, Italien und die Alpenländer folgen
Kroatien ist erneut das teuerste Campingland Europas. In der Hochsaison zahlt eine Familie dort durchschnittlich über 78 Euro pro Nacht. Seit 2020 sind die kroatischen Tarife um fast 70 Prozent gestiegen, ein Ausreißer, der das Land klar an der Spitze hält.
Dahinter bilden Italien, die Schweiz und Österreich das teurere Mittelfeld, mit durchschnittlichen Tarifen in einer ähnlichen Größenordnung. Auch Slowenien und Dänemark gehören zu den teureren Zielen. Es sind oft Länder mit knappen, begehrten Plätzen am Meer oder in den Bergen, wo die Kombination aus Natur und Komfort ihren Preis hat.
Norwegen: der große Ausreißer
Kein Land zeigt den Anstieg so deutlich wie Norwegen. Seit 2020 haben sich die Campingtarife dort fast verdoppelt. Das hängt eng mit der hohen Inflation von 2022 und 2023 zusammen, kombiniert mit kräftigen Investitionen in Nachhaltigkeit und Ökotourismus.
Auffällig ist, dass Norwegen dadurch nicht absolut das teuerste Land wird: die durchschnittlichen Tarife liegen noch unter denen der Mittelmeer-Spitzenreiter. Aber das Tempo des Anstiegs ist außergewöhnlich und trifft vor allem jene, die das Land von früher kennen, als Camping in Skandinavien noch als relativ günstig galt. Wer nach Norwegen will, vergleicht besser vorab genau.
Wo es noch bezahlbar ist
Die gute Nachricht: es lässt sich noch reichlich günstig campen. Osteuropa bleibt mit Abstand am günstigsten. In Ländern wie Albanien, der Türkei, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Polen und Tschechien liegen die durchschnittlichen Tarife deutlich unter 20 bis 25 Euro pro Nacht, manchmal sogar um die 14 bis 15 Euro.
Auch näher an zu Hause ist es nicht so schlimm. Die Niederlande bleiben relativ bezahlbar: eine Familie zahlt dort in der Hochsaison durchschnittlich rund 39 Euro pro Nacht, nahezu gleich dem europäischen Durchschnitt. Die niederländischen Preise stiegen dieses Jahr um etwa 3,3 Prozent, knapp unter dem europäischen Durchschnittsanstieg von 3,7 Prozent. Frankreich, Belgien und Deutschland liegen im bezahlbaren Mittelfeld und bieten für clevere Wähler noch reichlich günstige Plätze.
Was das für deinen Urlaub 2026 bedeutet
Die Botschaft für 2026 ist nicht, dass Camping unbezahlbar wird, sondern dass die Wahl von Land, Region und Timing schwerer wiegt als je zuvor. Der Unterschied zwischen einem teuren Küstencampingplatz in Kroatien und einem ruhigen Platz in Tschechien oder im französischen Hinterland kann auf zig Euro pro Nacht anwachsen. Außerhalb der Hochsaison zu reisen spart zudem kräftig.
Gerade deshalb ist Vergleichen so wertvoll. Auf der Karte von Ovisola findest du alle Campingplätze Europas auf einen Blick, mit Filtern nach Land, Typ und Ausstattung, sodass du auf einen Blick siehst, wo du bekommst, was du suchst, ohne zu viel zu zahlen. Indem du bezahlbare Regionen neben teurere legst, planst du einen Campingurlaub, der zu deinem Budget passt.
Durchschnittlicher Campingpreis pro Nacht 2026 (Richtwert)
| Land | Preis pro Nacht | Trend |
|---|---|---|
| Kroatien | über € 78 (Hochsaison) | Teuerste Europas, +70 % seit 2020 |
| Italien | rund € 41 | Zu den teuersten, stetig gestiegen |
| Schweiz | rund € 41 | Teuer, Alpenkomfort |
| Österreich | rund € 41 | Überdurchschnittlich |
| Spanien | rund € 35 | Leicht gestiegen |
| Deutschland | rund € 30 | Bezahlbares Mittelfeld |
| Norwegen | rund € 29 | Stärkster Anstieg: fast verdoppelt seit 2020 |
| Schweden | rund € 28 | Gestiegen |
| Frankreich | rund € 27 | Relativ bezahlbar |
| Niederlande | rund € 26-39 | Relativ bezahlbar, +3,3 % dieses Jahr |
| Belgien | rund € 24 | Bezahlbar |
| Polen | rund € 20 | Günstig (Osteuropa) |
| Rumänien | rund € 20 | Günstig |
| Albanien | rund € 14 | Günstigste Europas |
Häufig gestellte Fragen
Wie viel teurer ist Camping in Europa 2026?+
Im Schnitt sind die Campingtarife 2026 um rund 3,5 bis 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Eine Familie zahlt in der Hochsaison durchschnittlich rund 38,60 Euro pro Nacht, inklusive Strom und Kurtaxe.
Welches Land ist am teuersten zum Campen?+
Kroatien ist erneut das teuerste Campingland Europas, mit durchschnittlich über 78 Euro pro Nacht in der Hochsaison für eine Familie. Seit 2020 stiegen die kroatischen Tarife um fast 70 Prozent.
Warum sind die Campingpreise in Norwegen so stark gestiegen?+
In Norwegen haben sich die Tarife seit 2020 fast verdoppelt. Das liegt an der hohen Inflation von 2022 und 2023 in Kombination mit kräftigen Investitionen in Nachhaltigkeit und Ökotourismus, die teilweise an den Gast weitergegeben werden.
Bleibt Camping in den Niederlanden bezahlbar?+
Ja, relativ schon. Mit durchschnittlich rund 39 Euro pro Nacht in der Hochsaison liegen die Niederlande nahezu genau auf dem europäischen Durchschnitt. Die niederländischen Preise stiegen dieses Jahr um etwa 3,3 Prozent, knapp unter dem europäischen Anstieg von 3,7 Prozent.
Wo kann man 2026 in Europa am günstigsten campen?+
Osteuropa bleibt am günstigsten. In Ländern wie Albanien, der Türkei, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Polen und Tschechien liegen die durchschnittlichen Tarife deutlich unter 20 bis 25 Euro pro Nacht, manchmal sogar um die 14 bis 15 Euro.
Wie sparst du bei einem Campingurlaub 2026?+
Wähle Land und Region bewusst, denn der Unterschied kann zig Euro pro Nacht betragen, und reise wenn möglich außerhalb der Hochsaison. Vergleiche vorab die Tarife und filtere nach Land, Typ und Ausstattung, zum Beispiel auf der Karte von Ovisola, sodass du einen Platz findest, der zu deinem Budget passt.


